Erfolgreicher Saisonauftakt im Donauwörther Stauferpark-Stadion

Bei bestem Wetter mit strahlendem Sonnenschein sind die Donauwörther Leichtathleten am vergangenen Wochenende erfolgreich in die Freiluftsaison gestartet. Das Meeting im Stauferpark-Stadion war mit über 300 Voranmeldungen und mehr als 50 Nachmeldungen erneut hervorragend besucht und bestätigt seine wachsende Beliebtheit. Besonders das etablierte Kampfgericht des VSC weiß hier zu überzeugen, so dass inzwischen sogar Starter aus Österreich die weite Anreise in Kauf nehmen. Mit den schwäbischen Meisterschaften der Mastersaltersklassen, sowie über die Langhürden und 5000 Meter gab es außerdem zahlreiche spannende Titelkämpfe auf dem Programm. Mit Teilnehmern zwischen sechs und 82 Jahren gab es außerdem ein breit gefächertes Teilnehmerfeld.

Vor allem für alle Kinder und Jugendlichen der LG Donau-Ries bot der Wettkampf einen idealen Einstieg in die Saison, um ihre im Winter erarbeiteten Fortschritte vor heimischem Publikum unter Beweis zu stellen. Traditionell begannen die Wettbewerbe mit den Hürdenläufen über die längeren Distanzen. Dabei erzielten gleich zwei Athletinnen der LG Aichach-Rehling über 300 Meter Hürden Bestleistungen und erreichten die Qualifikationsnorm für die deutschen Meisterschaften – ein Erfolg, der auch zurückfällt auf die Platzwarte des Stauferparks die alles bestens präparierten.

Anschließend folgten die Sprintdisziplinen. Mit über 30 Teilnehmern bei Männern und Frauen, sowie zahlreichen Startern in den Jugendklassen, war insbesondere der 100-Meter-Lauf stark besetzt. Den Sieg bei den Männern sicherte sich David Stegmiller (LG Aichach-Rehling) in ausgezeichneten 10,90 Sekunden – eine Zeit unter 11 Sekunden, die im Donauwörther Stadion lange nicht mehr erreicht wurde. Auch die regionalen Athleten überzeugten mit starken Leistungen: Lokalmatador Christoph Humburger verbesserte seine persönliche Bestzeit auf 11,61 Sekunden. Der noch in der U18 startende Efthymios Iakovidis (TSV Nördlingen) zeigte mit 11,66 Sekunden ebenfalls eine vielversprechende Leistung, während seine Trainingskolleginnen Melina Brand und Thalia Fanga in der weiblichen Jugend U16 mit neuen Bestzeiten für Aufmerksamkeit sorgten. Zudem kehrte die ehemalige Donauwörtherin Ramona Schneider, inzwischen für den TSV Schleißheim aktiv, für einen Start in ihr früheres Heimstadion zurück und zeigte sich mit ihrem 100-Meter-Lauf in 12,43 Sekunden sehr zufrieden.

Start zum 100m Finale der Männer

Im weiteren Verlauf standen die kürzeren Sprintdistanzen über 75 und 50 Meter auf dem Programm. Hier sammelten insbesondere die jüngeren Athletinnen und Athleten aus den verschiedenen Heimatvereinen der LG Donau-Ries erste Wettkampferfahrungen. Der Heimvorteil erwies sich dabei als großer Pluspunkt, da viele Kinder das Stadion bereits aus dem Training kennen und so Abläufe und Routinen bereits gewohnt waren.
Weiter auf dem Programm ging es dann mit den 200 Meter Läufen. Hier sorgte ein weiteres mal ein Gast für Furore und ein weiteres Highlight für die Zuschauer. Mit 21,98 Sekunden blieb der erst 18 jährige Amir Chaib Cuti vom TSV Marktoberdorf zum ersten mal unter der 22er Schallmauer und schob sich damit unter die Top Ten Deutschlands.
Bei den darauf folgenden 800m Läufen sorgten vor allem die jüngsten Athleten für tolle Stimmung. So fieberte das ganze Publikum mit als die beiden jüngsten Teilnehmer, Emil Mittler und Julius Hauser mit erst sechs und sieben Jahren sich ein packendes Schlusssprintduell lieferten und nur knapp die vier Minuten Marke überschritten. Doch auch bei den jungen Mädchen gab es besonders herausragende Leistungen: So blieb die in der W10 startende Donauwörtherin Elisa Wölfel erstmal unter drei Minuten und die in der W12 startende Rainerin Hanna Köpf setzte mit 2:41,77 Minuten sogar noch einen drauf.

Nahezu vereinsinterner 800 Meter Lauf der weiblichen Jugend mit Hanna Köpf auf der Innenbahn
Laura auf ihrem Weg zum Schwäbischen Titel über 5000 Meter

Nach drei Zeitläufen über 400 Meter kam es zum Abschluss schließlich zum Showdown über die 5000m. Im gemischten Lauf der Männer und Frauen ging es um den jeweiligen schwäbischen Titel und ein Donauwörther Trio zeigte hier bei den Frauen seine Klasse. Es siegte Laura Popp in 19:09,06 Minuten und damit rund eine halbe Minute vor ihrer Trainingspartnerin Tabea Stumpf. Beide mussten leider ihrem hohen Anfangstempo und einigen Tempowechseln Tribut zollen, weshalb sie trotz neuer Bestzeiten nicht ganz zufrieden waren. Das Podium kompletierte Vivien Mayr und sorgte damit für ein perfektes Ergebnis aus Sicht der Heimfans. Bei den Männern gewann Hannes Rosenwirth vom TSV Gersthofen in knapp unter 17 Minuten und kührte sich zum schwäbischen Meister.

Während des ganzen Tages konnten außerdem weitere Schwäbische Titel aus Sicht der LG Donau-Ries errungen werden. So sorgten Stefanie Stöckle mit ihren Siegen über 100 und 400 Meter in der W30, Jugendtrainerin Bianca Wedtgrube (siehe Bild) über 200 Meter ebenfalls in der W30 und Florian Gnad über 400 Meter in der M30 für gleich vier weitere Medaillen. Ingesamt konnte der VSC Donauwörth am Ende des Tages also mit fünf eigenen Schwäbischen Titeln, dutzenden Podestplatzierungen und zahlreichen Bestleistungen vieler Heim- und Gastathleten wieder einmal auf ein hervorragendes Meeting zurückblicken. Nun richten sich alle Augen auf den 14.Mai. Hier findet mit dem Bayern CUP ein absolutes Fest der bayerischen Topathleten in Donauwörth statt und es werden über 50 Mannschaften aus ganz Bayern erwartet. Zuschauer sind herzlich eingeladen zwischen 11:30 Uhr und 17:00 Uhr bei freiem Eintritt im Stauferparkstadion vorbeizuschauen.