Angeführt von Trainer Florian Grad reiste ein siebenköpfiges Mittel- und Langstreckenteam vom VSC Donauwörth am 1. und 2. August nach Hof. Dort sollte beim Saisonhöhepunkt, den Bayerischen Meisterschaften der Aktiven, der Lohn für eine lange und trainingsintensive Saison eingefahren werden.
Den Auftakt machten die 800-Meter-Rennen am unerwartet nass-kalten Samstagnachmittag.
Stefanie Gnad fand in ihrem Rennen zunächst ein überraschend ruhiges Anfangstempo vor. So konnte sie in der zweiten Runde aufdrehen und sich Stück für Stück bis auf Position drei nach vorne arbeiten. Im Schlussspurt musste sie sich jedoch einer Athletin des ESV Amberg geschlagen geben und verpasste das Podium denkbar knapp.
Erfreulicherweise konnte man bei den Männern mit Martin Kurnoth und Frieder Völkle gleich zwei Starter ins Rennen schicken.
Die Freude währte allerdings nur kurz: Wenige Meter nach dem Start wurde Frieder im Gedränge der ersten Kurve zu Fall gebracht. Dabei wurde auch der unmittelbar dahinter laufende Martin aufgehalten, wodurch sich beide weit hinter dem Feld wiederfanden.
Gemeinsam kämpften sich beide noch bis ins Ziel, konnten ihren eigenen Ansprüchen jedoch nicht mehr gerecht werden.
Zum Abschluss des Tages gingen Laura Popp und Ignacio Saralegui über 5.000 Meter an den Start. Während zuvor die Freude über die Kühlen Bedingungen eher verhalten ausfiel, freute sich Laura über die guten Voraussetzungen für schnelle Zeiten.
Diese Einschätzung sollte sich bewahrheiten: Geschickt profitierte sie zunächst von der Tempoarbeit einer Konkurrentin und übernahm, als es darauf ankam, selbst die Initiative. Mit einer beeindruckend gleichmäßigen Renneinteilung lief sie zu einer starken neuen persönlichen Bestzeit von 18:35,15 Minuten und belegte Rang acht.
Den Schlusspunkt setzte Ignacio Saralegui. Er schloss sich hinter dem früh enteilten Führenden einer Verfolgergruppe mit U23-Athleten an. Die nervösen und ungleichmäßigen Rundenzeiten der Gruppe verhinderten zwar eine Bestzeit, dennoch lief Ignacio ungefährdet auf Rang zwei und sicherte sich damit den Bayerischen Vizetitel der Männer.
Weiter ging es dann am Sonntag Nachmittag mit den 1500m Läufen, die zugleich den Schlusspunkt der Meisterschaften bildeten. Mit Tabea Stumpf und Stefanie Gnad ging hier erneut ein Duo für die Donau-Rieser an den Start.
Ein zügiges Angangstempo und viele Positionskämpfe sorgten für ein spannendes aber zugleich hartes Rennen. Tabea lief couragiert an und ging das hohe Tempo anfangs noch mit. Dabei hielt sie sich aus möglichen Rangeleien heraus und versuchte sich an einer persönlichen Bestzeit, die sie letztendlich aber knapp verfehlte. Stefanie mischte voll in der Spitzengruppe mit und konnte sich lange an den Fersen der späteren Zweitplatzierten aus München halten. Im langgezogenen Endspurt musste sie schließlich abreißen lassen und wurde letztendlich fünfte.
Bei den U18 startete Viktoria Zajitschek betreut durch ihren Vater Jürgen am Samstag über die 100m und verpasste mit ihrer zweitbesten Saisonzeit (13,09s) um nur 5 hundertstel Sekunden den Einzug ins Halbfinale.Am Sonntag wagte Viktoria sich noch an die 400m Hürden. Da sie diese Strecke noch nie gelaufen ist, verließ die junge Athletin etwas der Mut und so ging sie das Rennen etwas zu zaghaft an. Nach ca. 200m zog Viktoria das Tempo an, konnte aber nicht mehr viel Boden gut machen. Nichtsdestotrotz wurde sie mit ihrer Zeit von 69,43s mit dem 6. Platz belohnt.
